Parkstad-Safari

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  • In Südlimburg leben außergewöhnliche Tiere, die fast nirgendwo anders in den Niederlanden zu finden sind. Manche dieser Tiere sieht man häufig, andere sind seltener, zum Beispiel der Dachs, der Feldhamster oder der Eisvogel. All diese Tiere brauchen Platz und Natur. Wir Menschen leben mit den Tieren und Pflanzen zusammen. Auch bedrohte Tiere und Pflanzen sind in der Parkstad zu finden, etwa der Edelkrebs und der Feldhamster.

    Einzigartig in den Niederlanden
    In Limburg sind viele Pflanzen- und Tierarten, die einzigartig für diese Region sind, bedroht. Es gibt eine Liste mit 28 bedrohten Tierarten, die in den Niederlanden nur oder vor allem in Limburg vorkommen. Bekannt sind der Hirschkäfer, der Feldhamster, der Gartenschläfer und der Feuersalamander. Aber auch Knoblauchkröte, Laubfrosch, Geburtshelferkröte, Gelbbauchunke, Nördlicher Kammmolch, Zauneidechse, Schlingnatter, Mauereidechse, Otter, Haselmaus, Wildkatze, Wimperfledermaus, Teichfledermaus, Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr, Neuntöter, Rotmilan, Baumfalke, Wespenbussard, Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling und Rebhuhn sind gefährdet. Auch verschiedene Pflanzenarten haben es schwer. So sind die Torfmoose in De Peel stark durch Austrocknung und Überdüngung bedroht.

    Wenn viele Arten verschwinden, hat dies weit reichende Folgen für das natürliche Ökosystem. Man kann das mit einem Turm aus Bauklötzen vergleichen. Wenn man einen Bauklotz entfernt, bleibt der Turm noch stehen. So überleben wir auch das Aussterben einer Art. Wenn man aber viele Bauklötze entfernt, stürzt der Turm ein.

    Ursache
    Die Ursache ist der Mensch. Wir ruinieren die Artenvielfalt. Zum Beispiel indem wir Wälder, Grünland und andere Natur in Ackerland, Städte und Straßen verwandeln, wodurch Tiere und Pflanzen obdachlos werden. Gewässer- und Landverschmutzung ist eine andere Ursache. Schwermetalle, Lösungsmittel und Giftstoffe werden in der Natur entsorgt und die Plastikverschmutzung hat sich seit 1980 verzehnfacht. Der Klimawandel infolge der Nutzung fossiler Brennstoffe macht den Lebensraum mancher Arten zu heiß, zu nass oder zu trocken, um noch überleben zu können. Fast die Hälfte der Landsäugetiere und ein Viertel der Vögel leiden darunter bereits heute. Darüber hinaus gibt es noch die Bedrohung durch nicht heimische Arten. Das sind Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen, die durch menschliches Handeln in ein neues Gebiet eingeschleppt werden und eine Bedrohung für heimische Arten und somit die Artenvielfalt darstellen.

    Mehr Infos?
    Im GaiaZOO findet man im limburgHUIS allerlei bedrohte Limburger Tierarten. Man kann sich die Tiere ansehen und mehr über sie erfahren. Aber der Tierpark in Kerkrade züchtet die bedrohten Tierarten auch. Dadurch können die bedrohten Tiere wieder in der freien Natur ausgesetzt werden.