Kartenlesen

Finde deinen Weg auf der Karte
Es gibt Weltkarten, Länderkarten, Stadtkarten und Karten von bestimmten Regionen, aber auch Karten von Freizeitparks und Einkaufsstraßen.
Mit einer Karte kann man leicht den richtigen Weg finden oder feststellen, wo man sich befindet. Zumindest wenn Karten lesen kann.

Verändertes Gebiet, veränderte Karte
Karten verändern sich im Laufe der Zeit. Dies gilt auch für die Karte der Region Parkstad Limburg, die früher Oostelijke Mijnstreek hieß. Zwischen 1900 und 1974 wurde in Südlimburg Steinkohle in Zechen abgebaut. Was früher grünes, landwirtschaftlich genutztes Gebiet mit Bauerndörfern und Wäldern war, wurde zu Steinkohlebergwerken und Wohnvierteln. Auf dem Gebiet, das heute die Parkstad ist, gab es ganze elf Zechen. Als die letzte Steinkohlenzeche 1974 geschlossen wurde, wurden die Gebäude und Schächte in hohem Tempo weitgehend abgebrochen. Übrig blieb eine graue Region mit einem Straßennetz, das dafür angelegt worden war, Menschen zu den Zechen und wieder nach Hause zu bringen und Steinkohle aus den Zechen in die restlichen Niederlande zu transportieren. Bis heute wird in der Region intensiv an einer neuen Flächennutzung gearbeitet. Während früher Schwarz die dominierende Farbe war, ist es heute Grün. Die Zechen sind Natur, neuen Wohnhäusern und Touristenattraktionen gewichen. Aber es gibt auch noch viele alte Wohnhäuser und leer stehende Läden, Schulen, Büros, Kirchen und Klöster. Die IBA Parkstad ist für die Veränderungen, die die Region besser machen sollen, sehr wichtig. Mit nicht weniger als 50 Projekten unterstützt die IBA Parkstad die Region, um mehr Raum zu schaffen sowie eine bessere Wirtschaft und eine gutes Zusammenleben zu fördern. Die Verwandlung der Oostelijke Mijnstreek in die Parkstad Limburg wird auch als „Aus Schwarz mach Grün“ beschrieben. Eine extreme Veränderung auf der Karte also!

Von oben betrachtet
Wenn man aus der Luft nach unten blickt, kann man sehr gut sehen, wie ein Gebiet aussieht. Vielleicht hast du schon einmal in einem Flugzeug beim Aufsteigen oder Landen durch das Fenster geblickt. Man sieht Weiden, Flüsse, Straßen und Gebäude. Aus der Luft werden auch Fotos gemacht, Satelliten- oder Luftbilder. Oft ist es jedoch schwierig, genau zu verstehen, was man auf einem solchen Luftbild tatsächlich sieht. Es gibt keine Erklärung dazu, die Farben sind nicht immer hell und es ist nicht klar, wie groß das Gebiet in Wirklichkeit ist. Wenn man ein Gebiet wirklich gut kennenlernen möchte, verwendet man deshalb eine Karte. Auf Karten finden sich verschiedene Farben und Erklärungen. Details, die nur ablenken, werden hingegen weggelassen.

Wie liest man eine Karte?
Auf Karten findet man Text, Farben und Symbole, die das Lesen der Karte erleichtern. In der Legende sind Zeichen, Farben und Symbole erklärt. Aber wo befindet sich die Legende? Meist findet man sie in einer Ecke oder am Rand der Karte oder aber auf der Rückseite, sofern es sich um eine Karte aus Papier handelt. Hat man die Legende gefunden, kann man herausfinden, was die Zeichen, Farben und Symbole auf der Karte bedeuten. Zudem findet man in der Legende den Maßstab der Karte, also wie groß zum Beispiel 1 cm auf der Karte in Wirklichkeit ist. Wenn man das weiß, kann man berechnen, wie groß die Entfernungen in Wirklichkeit sind. Wenn 1 Zentimeter auf der Karte in Wirklichkeit 100 Meter sind, wie viel Meter sind dann 8,5 Zentimeter?

Wo bin ich?
Auf Karten an festen Standorten, zum Beispiel auf Informationstafeln, findet man oft einen Pfeil mit dem Text „Ihr Standort“. So lässt sich leicht feststellen, wo auf der Karte man sich befindet. Auch bei digitalen Karten kann man einfach erkennen, wo man sich befindet, wenn man mit dem Internet verbunden ist und „Standort“ aktiviert hat. Auf anderen Karten muss man den eigenen Standort suchen, indem man Landmarken auf der Karte mit Landmarken in der Umgebung vergleicht. Dabei kann es sich etwa um Gebäude, Gewässer oder Bäume handeln. Wenn man einmal weiß, wo man sich befindet, kann man entscheiden, welche Richtung man einschlagen muss.